Sonntag, 22. Juni 2014

Norddeutsche Meisterschaft Lead in Hamburg


Am 14. Juni 2014 fanden wieder die diesjährigen Norddeutschen Meisterschaften im DAV-Kletterzentrum Hamburg statt.

Bis auf Ruben (EYC in Edinburgh) und David (Fels) waren alle Wettkampfathleten des Kletterstützpunktes Hannover vertreten und gaben ihr Bestes in ihren zwei Qualitouren.

Für die weibliche und männliche Jugend und für die Damen gab es jeweils eine Qualiroute im Außenkletterbereich, der Rest der Qualifikation fand in der großen Wettkampfhalle statt. Die Routen waren sehr abwechslungsreich geschraubt, aber sehr boulderlastig. Dies kam uns Hannoveranern sehr entgegen, welches sich auch später im Ergebnis zeigte. So zogen Lenör, Laura, Lena, Isabell, Max, Flicky, Philipp und Lars ins jeweilige Finale ein. 

Lena in ihrer Finalroute


Im weiblichen Jugendfinale wurde die Stärke der Athletinnen unterschätz, da vier der sieben Finalteilnehmerinnen die Route toppen konnten. Besonders Isabell begeisterte uns mit ihrer Topbegehung und wir sind gespannt, was sie noch in der Zukunft leisten wird. Max wurde seiner Favoritenrolle gerecht und toppte seine, sehr schön geschraubte Finaltour.

Max in seiner Finalroute

Bei den Damen war die Leistungspanne sehr dicht. Helene und Lenör konnten die Finalroute solide toppen, da sie auch in der Qualifikation das gleiche Ergebnis hatten, entschied am Ende die Zeit darüber, wer Norddeutsche Meisterin wurde. Lenör konnte mit 15 sec. Vorsprung den Sieg für sich entscheiden. Auch Lena und Laura meisterten die Schlüsselstelle problemlos, verabschiedeten sich aber kurz vor dem Top.

Die Herrenfinaltour war sehr Kraft und Ausdauer lastig geschraubt. Mit einem beherzten Sprung nach der Einstiegsplatte wurde sie anstrengend. Flicky meisterte den Sprung problemlos, doch danach war für ihn Schluss. Philipp startete nach einer starken Qualifikation von Platz drei aus. Auch im Finale zeigte er eine gute Leistung. Lars zeigte im Finale seine Klasse und meisterte auch den schwierigen Mäntel am Ende der Route.


Die Podestler des Kletterstützpunkts Hannover



Wieder war der Wettkampf gut organisiert und es haben viele Zuschauer zugeschaut. Hier ein Dank an alle Helfer.

Auch hat uns gefreut, dass der befreundete Stützpunkt Berlin ein starkes Starterfeld schickte. Beachtenswert erscheint auch, dass alle Norddeutschen Bouldermeister auch dieses Jahr Leadmeister geworden sind. 

Text: Lars Hoffmann; Bilder: Andreas Hoffmann

Ergebnisse Norddeutsche Meister:

weibliche Jugend

1.       Tanja Heidorn (Hamburg und Niederelbe)
2.       Isabell Grütter (AC Hannover)
3.       Hannah Pongratz (Braunschweig)

männliche Jugend

1.       Max Prinz (AC Hannover)
2.       Leander Schäffer (Hamburg und Niederelbe)
3.       Finn Rodenberg (Hamburg und Niederelbe)

Damen

1.       Lena Herrmann (AC Hannover)
2.       Helene Wolf (Hamburg und Niederelbe)
3.       Laura Polomsky (AC Hannover)

Herren

1.       Lars Hoffmann (AC Hannover)
2.       Stefan Bühl (Hamburg und Niederelbe)
3.       Philipp Wellmann (AC Hannover)
 

Die komplettern Ergebnisse gibt es demnächst bei Climbercontest.de.
 

Donnerstag, 12. Juni 2014

Deutscher Bouldercup in Auerbach und Klettern im Fankenjura

Am Pfingstwochenende haben wir uns auf den Weg nach Auerbach in der Oberpfalz gemacht, wo der Deutsche Bouldercup aller Altersklassen stattfand.
Das jährliche Event startete mit dem Wettkampf der Erwachsenen und Junioren. Mit dabei waren Felix, David, Lars und Kevin. Nach einer erfolgreichen Quali mit abwechslungsreichen Bouldern zogen die meisten norddeutschen Athleten ins Halbfinale ein. Im Intervallmodus wurden nun jeweils vier Boulder probiert, geputzt und geklettert. David war in Top-Form und war mit seinen vier Tops nach dem Halbfinale Dritter. Im Finale gab er noch einmal Vollgas und konnte seine Platzierung sogar noch verbessern. Nach einem langen Wettkampftag stand David bei den Herren ganz oben auf dem Treppchen.

Maxi bei seinem ersten Deutschlandcup
Am Sonntagmorgen war die Jugend an der Reihe ihr Bestes zu geben. Für die Jugend B starteten Hannah, Maxi, Björn, Max, Fredy und Moritz und für die Jugend A Lena, Ruben, Kevin, Philipp und Flicky. In der Quali wurden trotz der Wärme eine Menge Boulder getopt und Max und Ruben kletterten ins Finale. Kevin verpasste knapp den Finaleinzug auf Grund seiner Versuchsanzahl und auch Hannah, Maxi, Björn, Fredy und Moritz sammelten erste Wettkampferfahrungen.
Im Finale flashte Max zwei Boulder, aber auch seine Konkurrenten waren fit und so rutschte Max auf Platz vier. Auch Ruben konnte zwei Boulder jeweils im ersten Versuch klettern und wurde ebenso Vierter.
Laura hat den Bonusgriff fest im Blick   

Nach diesen zwei gelungenen Wettkampftagen mit super Verpflegung, top Stimmung und gut geschraubten Bouldern fuhren wir nach Morschreuth zum campen, da wir die zwei weiteren freien Tage zum Felsklettern im Frankenjura nutzen wollten. Montag kletterten wir am Roland Fels und im Diebesloch. Den sommerlichen Abend ließen wir gemeinsam im campingplatzeigenen Lokal mit fränkischem Abendessen ausklingen. Den nächsten Tag fuhren wir zu Mega Lumania, um für die anstehende Norddeutsche Leadmeisterschaft unsere Ausdauer zu trainieren.
Nach diesem anstrengenden und erfolgreichen Wochenende freuen wir uns auf den im nächsten Jahr vielleicht wieder in Auerbach stattfindenden Deutschen Bouldercup mit hoffentlich wieder so einem super Sommerwetter!
Kevin beim Ausdauertraining
 Vielen Dank an Laura für den Bericht und an Niklas für die Bilder!

Montag, 19. Mai 2014

Der erste Deutsche Jugend Bouldercup 2014 in Frankfurt

Der erste Wettkampf ist vorbei und war für den Norden ein echter Erfolg! Mit über 15 Startern aus ganz Norddeutschland waren wir in den Altersklassen Jugend A und B zahlreich vertreten.

Die Boulder beim ersten Jugend Bouldercup 2014 waren sehr abwechslungsreich und boten ein ausgewogenes Verhältnis an Schwierigkeiten. Nach Max souveräner Leistung in der Quali war schnell klar, dass er es bis ins Finale geschafft hat. Aber auch bei den anderen Startern lief der Wettkampf gut. Kevin erreichte bei seinem Wettkampfdebut mit sehr starker Konkurrenz einen erfreulichen 17. Platz.

Die weiteren Neulinge aus Hannover und Braunschweig sicherten sich Plätze im Mittelfeld und konnten erste Wettkampferfahrungen sammeln.

Der Wettkampf in Frankfurt war für viele Starter der erste Wettkampf in der Jugend A und machte so die individuellen Schwächen besonders deutlich.

Für Hannah aus Braunschweig war es ebenfalls der erste Deutschlandcup (27.). Mit einem 12. Platz rutsche Tanja aus Hamburg knapp am Finale vorbei. Lena, Laura und Helene starteten für die weibliche Jugend A und wurden für ihr vieles Training belohnt. Nach einer starken Qualifikation von Laura und Helene konnten sie auch im Finale ihre Leistung zeigen.

Im abschließenden sehr sehenswerten und aufregenden Finale kämpften Helene, Laura, Ruben und Max in den jeweiligen Startgruppen um die besten Plätze.

Dabei konnten sich Helene und Max den 1., Ruben den 5. und Laura den 9. Platz sichern.

Nach einem spannenden Wettkampf mit Zuschauerrekord und super Organisation, können wir mit den Trainingsmaßnahmen der letzten Wochen auf jeden Fall zufrieden sein!

Sonntag, 4. Mai 2014

Cremes für Kletterer im Test

Im Rahmen der Osterfahrt 2014 durften wir für unseren Sponsor Chalkr.de verschiedene Handcremes, wie die ClimbOn Bar, die ClimbOn Créme sowie die KletterRetter Handcréme testen. An den kletterhistorischen Felsen bei Buoux konnten wir den Wirkungsgrad der speziell für Kletterer konzipierten Cremes testen.


Die Besonderheit der ClimbOn Bar ist, dass sie im Gegensatz zu den beiden anderen Testprodukten ein Wachsblock mit fester Konsistenz ist. Dadurch kann man sie gut dosiert auf der Hand auftragen. Die ClimbOn Bar wird in einer handlichen Blechdose geliefert, wodurch keine Gefahr von Beschmutzung der Begleitgegenstände besteht. Der starke  Geruch ist sicherlich Geschmackssache, jedoch sollte dieser bei der Kaufentscheidung geringe Priorität haben. Als Wundermittel muss man das Wachsgemisch nicht betiteln, trotzdem regeneriert sich die beanspruchte Haut schneller. 

Abstriche macht die ClimbOn Bar in der Zeit, die es zum Einziehen benötigt, denn der Einzugsvorgang zieht sich hinweg über mehrere Stunden, in denen man durch die stark fettige Haut eingeschränkt ist. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, das Pflegeprodukt zu nutzen, bevor man ins Bett geht. 



Die ClimbOnCréme ist das dickflüssige Pendant zur ClimbOn Bar. Beim Geruch hat sie die gleichen Eigenschaften, auch wenn ihr Geruch weniger stark ist. In der Wirkungseigenschaft ist sie ähnlich zu ihrem festen Gegenstück. Auch die Einzugsdauer ist ähnlich der ClimbOn Bar sehr lang. Die gelbe Créme ist einer Tube, welche einen stabilen Eindruck hinterlässt. Ein Manko, das nach einiger Zeit Auftritt ist, dass sich die Bestandteile trennen, wodurch farblose, fettige Rückstände entstehen.


Die letzte Créme, die wir testen durften war der für mich vorher unbekannte KletterRetter. Auch er ist in eine handliche Plastiktube gefüllt und hat eine ähnliche Konsistenz wie die ClimbOn Créme. Wie bei seinen Handpflege-Konkurrenten hat der KletterRetter einen speziellen Geruch. Von den Herstellern wird er als „Waldgeruch“ beschrieben, uns  gefällt der Duft, allerdings ist auch dieses Aroma Geschmackssache. 

Positiv hervorzuheben ist, dass die Créme in wenigen Minuten einzieht und deshalb im Gegensatz zu den beiden ClimbOn Produkten auch im Alltag nutzbar ist. Hinzukommend ist der KletterRetter nicht ölig, deshalb bleiben keine Rückstände auf der Handfläche. Ein weiterer Pluspunkt ist die Ergiebigkeit, um die Handfläche einzucrémen reicht eine erbsengroße Menge der Salbe. Das Resultat ist ähnlich der beiden anderen Crémes bemerkbar, der KletterRetter ist  jedoch auch keine Allzweckwaffe gegen Hautverletzungen.


Insgesamt sind alle Testprodukte vom Effekt her vergleichbar, so kann kein klarer Favorit ausgemacht werden. Aus der Einzugsgeschwindigkeit resultiert, dass die ClimbOn Bar und Créme eher vor dem Schlafen aufgetragen werden sollte, während der KletterRetter auch in kleinen Pausen zwischendurch genutzt werden kann.




Verfasst von Philipp Wellmann

Chalktest für Chalkr.de

Neben zahlreichen Karabinern durften wir auch die vier verschiedenen Chalktypen -  Metolius Super Chalk, a`Gaudi Chalk Crush, Climbing Technology Mg Chalkcoal, Mantle Climbing Chalk Powder - für unseren Sponsor Chalkr.de testen.

Ich beginne mit dem Metolius Super Chalk: dieses ist ziemlich weich, dennoch nicht so weich wie das „Mantle“ und „Coal“ Chalk. Es fühlt sich beim Bouldern und Klettern ziemlich gut an und es verursacht eine ziemlich gute Reibung. Außerdem besteht das Magnesia nicht aus so groben und großen Stücken wie das „A´Gaudi“ Chalk. Dennoch ist es nicht so rein wie das „Coal“ Chalk, sondern es hat eine mittlere und meiner Meinung nach die perfekte Konsistenz.

A`Gaudi Chalk Crush besteht aus ziemlich groben und brockigen Stücken, die sich auch nicht so leicht zerbröseln lassen. Dies erzeugt ein unangenehmes Gefühl bei der Nutzung des Magnesias. Allerdings verfliegt dieses Chalk, durch die grobe Konsistenz, nicht so schnell wie manch anderes Chalk. Die Reibung ist dennoch spitzenmäßig, und das Gefühl mit dem Chalk an den Händen ist ebenfalls gut.




Das Mantle Climbing Chalk Powder  ist weicher als das von „Metolius“, aber nicht so weich wie das „Coal“ Chalk. Das Magnesia verschwindet ziemlich schnell, da es so weich und rein ist. Das Chalk hat im Test die beste Reibung an Plastik Griffen und am Felsen verursacht. Leider aber nur für kurze Zeit, denn es löst sich ziemlich schnell wieder auf.

Das Climbing Technology Mg Chalkcoal war im Test das weichste Magnesia, leider fühlt sich dieses durch die sehr weiche und reine Konsistenz komisch beim Klettern an. Ebenfalls ungewohnt ist die graue Farbe des Chalks, was zwar in der Halle kein Problem ist, aber am Felsen ist dieses Chalk, ziemlich unauffällig und man kann schlecht die kleineren Griffe am Felsen erkennen. Durch die dunkle Färbung ist es aber auch besonders umweltfreundlich, da man beim Klettern keine Spuren hinterlässt. Die Verpackung ist sehr kompakt und gut – die Tüte lässt sich im Vergleich zu den anderen Produkten sehr leicht verschließen und geht bei Druck nicht sofort auf.



Das Fazit der vier getesteten Chalk Typen zeigt: das „Metolius“ Chalk steht an erster Stelle, da es keine negativen Punkte hat und sich gut anfühlt, eine super Reibung erzeugt und die Konsistenz ebenfalls gut ist.
 
Das „Gaudi“ Chalk ist ebenfalls ein sehr gutes Chalk, da die Reibung gut ist. Die groben und bröckligen Stücke sind daher die einzigen negativen Punkte. Das „Mantle“ Chalk ist genau so gut wie das „Gaudi“, zwar zeigt es ein paar negative Punkte, überzeugt aber mit der super Reibung an Griffen.
 
Zuletzt kommt das „Coal“ Chalk. Dieses konnte nicht vollkommen überzeugen - es fühlt sich ungewohnt an und sieht etwas komisch aus. Außerdem ist die Reibung nicht so gut wie bei den anderen Chalktypen. Positiv ist aber die gute Verpackung und dass das Chalk kaum Spuren hinterlässt und dadurch ideal zum Klettern in Naturschutzgebieten bzw. Nationalparks ist.

Verfasst von Kevin Piter
Google+